Geschichte

Von der Liebe zur Natur...

Bereits vor über zwanzig Jahren haben wir damit angefangen Blätter des Seemandelbaumes nach Deutschland zu bringen und hier für die Aquaristik zu verwenden.

Wir, das waren mein Sohn Michael und ich. Diskusfische, die Könige des Süßwasseraquariums hatten es mir schon lange angetan und so begann ich bereits 1973 mit dem Import von Diskuswildfängen aus Amazonien. Leider war damals das Transportsystem noch nicht sehr ausgereift und wir verloren eine größere Anzahl von Fischen bei jedem Transport. Das Problem war die Schleimhaut der Diskusfische, die diese als Schutzfilm überzieht. Wie wir erst später, bei Besuchen in Brasilien, feststellen konnten war einer der Hauptfehler beim Transport in den Fanggebieten der Wasserwechsel auf den Booten, welche die Fische von den Fängern einsammelten und nach und nach zur Exportstation nach Manaus brachten. Da diese Sammelboote immer neue Fangstationen aufsuchten und teils wochenlang unterwegs waren, wurde immer aus den jeweiligen Flüssen das Wasser zum Wechseln genommen. Da sich aber der pH-Wert des Flusswassers verändern konnte wurden die Diskusfische in ihren Plastikboxen ständig anderen Wasserverhältnissen ausgesetzt. Dies führte zu Schleimhautproblemen, teils zu Abschleimen und zu Infektionen der Haut. Damals wussten wir noch nicht, dass Terminalia catappa Blätter eine heilende und beruhigende Wirkung auf die Fischhaut ausüben konnten. Erst bei späteren Besuchen in Südostasien reifte die Erkenntnis, dass da etwas sein musste, was diese Blätter so beruhigend auf die Schleimhaut der Fische wirken lies. In südostasiatischen Kampffischzüchtereien, wie in Thailand, war zu beobachten, dass dort jedes einzeln in Flaschen oder kleinen Gläsern gehaltene Kampffischmännchen ein Stück dieser Blätter in die Flasche bekam. So konnten diese Fische monatelang problemlos in den kleinen Behältern gepflegt werden. Man muss natürlich wissen, dass Kampffische, wie der Name es schon sagt, kämpferische Burschen sind. Zwei Männchen, in einem Aquarium gehalten, würden sich bis zum Tode eines der Fische bekämpfen. Die Weibchen sind zum Glück friedlich, genauso wie es ja auch bei uns Menschen angeblich ist.

Als der weltbekannte Diskusbuchautor erkannte ich den Nutzen der Seemandelbaumblätter für unsere teuren Diskusfische. Mein Sohn und ich ließen in Thailand durch einen befreundeten Fischfutterhersteller diese getrockneten Blätter suchen, zermahlen und dann granulieren. Diese feinen Körnchen wurden in Teebeutel abgefüllt und jahrelang über die Firma Tropical Deutschland meines Sohnes an Aquarianer verkauft.

Die Rückmeldungen waren toll. Einen solchen Beutel in das Aquarium oder den Filter geworfen bewirkte, dass das Aquarienwasser einen leichten Bernsteinton bekam und glasklar wurde. Es wurden wohl Bakterien, die das Wasser trübten, abgetötet und vor allem die Schleimhäute der Fische geschützt. Bis heute werden solche Beutel zu sehr hohen Preisen in der Aquaristik angeboten. Auch einzelne Blätter werden verkauft, um diese direkt ins Aquarienwasser zu legen. Jedoch sind die Blätter zu hochpreisig und die Wirkung ist willkürlich und nicht kontrollierbar. Ganz entscheidend ist dabei aber, dass nur wasserlösliche Bestandteile ins Aquarium gelangen. Die für die Haut wichtigen Inhaltsstoffe sind aber die Öle und Fette, welche in den Blätter eingeschlossen sind. Durch das Granulieren der Blätter war uns zuvor eine teilweise Aufschließung dieser Öle und Fette gelungen, aber eben nur eine teilweise.

Danach geriet diese Anwendung für Mandelseebaumblätter für uns jahrelang in den Hintergrund und war fast vergessen. Wir hatten einfach keine Zeit mehr uns weiter darum zu kümmern. Schließlich war da unser großer Fachverlag, der unsere ganze Aufmerksamkeit erforderte. Als wir 2009 unseren Verlag verkaufen konnten, gab es plötzlich wieder Zeit für neue Ideen.

Viele Jahre schon  hatten wir uns in kleinem Rahmen mit Kinderhilfe in Thailand befasst und so gab es herzliche Beziehungen in ein kleines Dorf im Norden Thailands, wo noch sehr viel Armut zu erkennen war. Im Jahre 2009 konnte meine Familie dem Dorf einen eigenen, neuen Kindergarten spendieren. Es gelang uns mit der Hilfe von thailändischen Freunden einen schönen Kindergarten für etwa 50 Kinder bauen zu lassen und in Betrieb zu nehmen. Es war eine Freude bei jedem Besuch die Kleinen vergnügt in diesem, endlich regenfesten, Kindergarten spielen zu sehen. Zum Glück sind thailändische Kindergärten etwas günstiger zu bauen, als deutsche, bei denen der Brandschutz, die Fluchtwege, der rutschfeste Boden, der Arbeitsschutz und vielleicht noch das Sicherheitsglas in den Fenstern die Baukosten ins Unermessliche hochschrauben können.  „Unser Dorf“ hatte seinen eigenen, schönen Kindergarten. Grund genug für ein tolles Fest.

Ein Gedanke wurde geboren

Immer wieder begegneten mir bei meinen vielen Besuchen in Asien diese Seemandelbäume.

Der Seemandelbaum, Terminalia catappa, ist ein gigantischer tropischer Baum, der vor allem in Südostasien beheimatet ist. Diese herrlichen Baumriesen mit ihren großen Blättern, die bis zu 30 cm lang werden können, beeindrucken immer wieder beim Besuch der langen Traumstrände oder der einsamen Dschungelgebiete in Nordthailand.

Die Blätter haben ein sattes Grün, werden aber im Verlauf des Jahres kräftig rot, dann rotbraun und fallen schließlich braun und getrocknet zu Boden. Jetzt enthalten die trockenen Blätter eine Vielzahl von konzentrierten Wirkstoffen, die in  der überlieferten Naturmedizin in Südostasien, Pakistan und Indien als Heilmittel Verwendung finden.

Den Blättern werden antibiotische, antimykotische, antioxidative, astringierende und entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt. Alle diese Wirkungen spielen bei Hautirritationen und Hautkrankheiten eine gewisse Rolle. Wie oft müssen Hautkrankheiten in der traditionellen Humanmedizin mit Cremes und Salben behandelt werden, die Antibiotika, pilztötende Wirkstoffe oder Cortison enthalten, um eine Verbesserung oder Heilung der Krankheit zu erreichen.

Wenn die Inhaltsstoffe des Seemandelbaumes diese Wirkungen besitzen und der einheimischen Bevölkerung bei Durchfall, Magenverstimmung, Zahnfleischentzündung und Hautausschlag helfen, dann sogar den Aquarienfischen mit ihrer empfindlichen Schleimhaut Heilung bringen können, muss sich aus einem Konzentrat doch auch eine Pflegecreme für den Menschen machen lassen.

Und da kam dann  dieser Gedanke daraus eine Creme herzustellen, die geplagten Menschen bei Hautproblemen helfen könnte. Da wir in unserer Familie seit über 40 Jahren bereits einen hartnäckigen Neurodermitis Fall haben, verrannte ich mich richtig in den Gedanken es mit solch einer Pflegecreme zu versuchen. Mehrere Kilogramm solcher Blätter wurden in einem Dorf in Thailand für mich gesammelt und diese mit nach Hause genommen.

Das Problem war die Extraktion. Nur in Wasser aufkochen oder länger in Wasser zu legen, um sie auszulaugen, war keine durchschlagende Idee. Dabei kam zu wenig raus. Alkoholextraktion - auch nichts Perfektes. Also musste eine Profiextraktionsfirma her. Wieder nach Thailand geflogen und drei Taschen voll zermahlener Blätter verpackt. Zermahlen deshalb weil dann nicht soviel Luft herumgefahren werden muss. Drei große Reisetaschen mit zerschnittenen Blättern, die aussehen wie Tabak, oder vielleicht doch mehr wie Haschisch? Das könnte beim Zoll in Deutschland Fragen aufwerfen und Wartezeiten provozieren. Da gilt mein uneingeschränkter Dank den Mitarbeitern des Bayerischen Pflanzenschutzamtes, die mir eine Bescheinigung mitgaben, dass die Einfuhr dieser Blätter uneingeschränkt erlaubt sei.

Mit meinen drei dicken, aufgeblähten Taschen begab ich mich gleich freiwillig zur Zollinspektion am Flughafen und meldete diese Ware an. Bei der Ansicht der ersten Plastikbeutel mit fein geschnittenen Blättern bekam der Zollbeamte schon etwas glasige Augen, zumindest kam mir das so vor. Als ich dann  mein Zertifikat hervorzog, war zum Glück alles gut und ich konnte die kopfschüttelnden Zollbeamten gut begreifen, denn wer ist schon so verrückt und bringt getrocknete Baumblätter aus Thailand mit nach Hause.

Mit dieser Menge konnte ich jetzt zwei Extraktionsversuche machen  lassen. Allerdings waren dies noch Versuche mit Hexanauszug und somit nicht unproblematisch, weil Hexanen auch krebserregende Wirkungen nachgesagt werden. Für meine Creme also nicht so ideal. Da blieb nur die Extraktion mit natürlicher Quellkohlensäure als rettende Möglichkeit übrig.

Teuer aber perfekt

Für die trockenen Blätter des Seemandelbaumes wurde die überaus aufwendige und teure Extraktionsform gewählt. Die Kohlensäureextraktion. Biologisch unbedenklich und absolut umweltschonend. Die natürliche Kohlensäure, die wir aus der Limonade und Mineralwasser als Sprudelblasen kennen, entzieht Extrakte und wird nach der Extraktion zur Wiederverwendung abgesaugt, das ist geradezu ideal, aber leider auch sehr teuer, denn es gelingt nur bei enormen Drücken von über 300 bar in speziellen Extraktionsbehältern.

Bereits im Jahr 2009 haben wir erste Kohlensäure-Extraktionen durchführten lassen, um Kleinmengen hochwertigen Pflanzenextraktes für Versuchszwecke zu erhalten.

Mit diesen Kleinmengen konnten für Tests und Versuche Cremes und Lotionen  (in einer Apotheke) hergestellt werden. Sogar in einer Hautklinik war man bereit einen Testversuch mit Patienten durchzuführen. Alle Tests verliefen sehr positiv und wer eine solche Creme oder Lotion ausprobieren konnte fand Erleichterung und war zufrieden mit der Wirkung. Freunde, Bekannte und Verwandte mussten oder durften sich als Benutzer zur Verfügung stellen. Es war einfach schön festzustellen, dass alle mit den Cremes und Lotionen zufrieden waren und sie sich einig waren, dass die Cremes ihrer Haut gut tun.

2013 meldete ich das Verfahren, mit Kohlensäure einen Extrakt aus diesen Blättern zu gewinnen, zum Patent an. So sollte zumindest ein gewisser Schutz vor Nachahmung gegeben sein, wobei zu sagen ist, dass es sehr schwer ist solche ausgesuchten Blätter aus unbelasteten Dschungelgebieten zu sammeln und nach Deutschland zu exportieren.

Und da kommen wir jetzt zu einem weiteren sehr positiven Nebeneffekt nämlich dem Sammeln dieser Wildpflanzen in den Naturwäldern Nordthailands. Durch meine jahrelangen Besuche und Kontakte nach Thailand ist vor 25 Jahren eine Patenschaft für thailändische Kinder entstanden. In einem kleinen Dorf in Nordthailand wurden von meiner Familie jahrelang Kinder unterstützt und es entstanden richtige Freundschaften. Die armen Reisbauern, die meist als Tagelöhner arbeiten, konnten sich durch das Sammeln von Terminalia Blättern ein Zubrot verdienen. So ist bis heute gewährleistet, dass etwas mehr Wohlstand in diese armen Familien kam. Sicher ist dies nur eine Kleinigkeit, aber oft sind diese kleinen Schritte enorm wichtig.

Die Produktion

Im Jahr 2015 war es dann endlich soweit und wir gründeten eine Firma für die Herstellung von Naturkosmetik. Aus dem Pflanzennamen Terminalia wurde der Firmenname „Minalia“ abgeleitet.

Doch jetzt begannen die eigentlichen Probleme, denn zur Herstellung von Kosmetika mit neuen Pflanzenwirkstoffen sind zahlreiche Labortests vorgelagert. Der Gesetzgeber achtet hier streng auf die Voraussetzung für eine Sicherheitsbewertung. Würde man eine neue Kamillencreme auf den Markt bringen wollen, wäre dies ein Leichtes, denn für Kamillenextrakte gibt es schon alle Untersuchungen und daraus erklären sich oft auch die so günstigen Preise für „Allerweltscremes“.

Terminalia catappa war die große Unbekannte und es gab praktisch keine Unterlagen, um eine Sicherheitsbewertung machen zu lassen. Somit mussten wir den aufwendigen und teuren Weg der völligen Neubewertung gehen. Untersuchungen auf Allergene, Pestizide und eventuell krebserzeugende Inhaltsstoffe waren durchzuführen und wurden alle mit Bravour bestanden. Konservierungsbelastungstest, aber auch die dermatologische Unbedenklichkeit konnten mit sehr guten Ergebnissen belegt werden. So erfüllten wir noch mehr an Tests, als der Gesetzgeber eigentlich verlangte.

Mit Minalia steht jetzt in unserem Shop minalia.de neue, erprobte und vor allem pflegende Naturkosmetik für empfindliche und gereizte Haut zur Verfügung.

Von der Liebe zur Natur... Bereits vor über zwanzig Jahren haben wir damit angefangen Blätter des Seemandelbaumes nach Deutschland zu bringen und hier für die Aquaristik zu verwenden.... mehr erfahren »
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Geschichte

Von der Liebe zur Natur...

Bereits vor über zwanzig Jahren haben wir damit angefangen Blätter des Seemandelbaumes nach Deutschland zu bringen und hier für die Aquaristik zu verwenden.

Wir, das waren mein Sohn Michael und ich. Diskusfische, die Könige des Süßwasseraquariums hatten es mir schon lange angetan und so begann ich bereits 1973 mit dem Import von Diskuswildfängen aus Amazonien. Leider war damals das Transportsystem noch nicht sehr ausgereift und wir verloren eine größere Anzahl von Fischen bei jedem Transport. Das Problem war die Schleimhaut der Diskusfische, die diese als Schutzfilm überzieht. Wie wir erst später, bei Besuchen in Brasilien, feststellen konnten war einer der Hauptfehler beim Transport in den Fanggebieten der Wasserwechsel auf den Booten, welche die Fische von den Fängern einsammelten und nach und nach zur Exportstation nach Manaus brachten. Da diese Sammelboote immer neue Fangstationen aufsuchten und teils wochenlang unterwegs waren, wurde immer aus den jeweiligen Flüssen das Wasser zum Wechseln genommen. Da sich aber der pH-Wert des Flusswassers verändern konnte wurden die Diskusfische in ihren Plastikboxen ständig anderen Wasserverhältnissen ausgesetzt. Dies führte zu Schleimhautproblemen, teils zu Abschleimen und zu Infektionen der Haut. Damals wussten wir noch nicht, dass Terminalia catappa Blätter eine heilende und beruhigende Wirkung auf die Fischhaut ausüben konnten. Erst bei späteren Besuchen in Südostasien reifte die Erkenntnis, dass da etwas sein musste, was diese Blätter so beruhigend auf die Schleimhaut der Fische wirken lies. In südostasiatischen Kampffischzüchtereien, wie in Thailand, war zu beobachten, dass dort jedes einzeln in Flaschen oder kleinen Gläsern gehaltene Kampffischmännchen ein Stück dieser Blätter in die Flasche bekam. So konnten diese Fische monatelang problemlos in den kleinen Behältern gepflegt werden. Man muss natürlich wissen, dass Kampffische, wie der Name es schon sagt, kämpferische Burschen sind. Zwei Männchen, in einem Aquarium gehalten, würden sich bis zum Tode eines der Fische bekämpfen. Die Weibchen sind zum Glück friedlich, genauso wie es ja auch bei uns Menschen angeblich ist.

Als der weltbekannte Diskusbuchautor erkannte ich den Nutzen der Seemandelbaumblätter für unsere teuren Diskusfische. Mein Sohn und ich ließen in Thailand durch einen befreundeten Fischfutterhersteller diese getrockneten Blätter suchen, zermahlen und dann granulieren. Diese feinen Körnchen wurden in Teebeutel abgefüllt und jahrelang über die Firma Tropical Deutschland meines Sohnes an Aquarianer verkauft.

Die Rückmeldungen waren toll. Einen solchen Beutel in das Aquarium oder den Filter geworfen bewirkte, dass das Aquarienwasser einen leichten Bernsteinton bekam und glasklar wurde. Es wurden wohl Bakterien, die das Wasser trübten, abgetötet und vor allem die Schleimhäute der Fische geschützt. Bis heute werden solche Beutel zu sehr hohen Preisen in der Aquaristik angeboten. Auch einzelne Blätter werden verkauft, um diese direkt ins Aquarienwasser zu legen. Jedoch sind die Blätter zu hochpreisig und die Wirkung ist willkürlich und nicht kontrollierbar. Ganz entscheidend ist dabei aber, dass nur wasserlösliche Bestandteile ins Aquarium gelangen. Die für die Haut wichtigen Inhaltsstoffe sind aber die Öle und Fette, welche in den Blätter eingeschlossen sind. Durch das Granulieren der Blätter war uns zuvor eine teilweise Aufschließung dieser Öle und Fette gelungen, aber eben nur eine teilweise.

Danach geriet diese Anwendung für Mandelseebaumblätter für uns jahrelang in den Hintergrund und war fast vergessen. Wir hatten einfach keine Zeit mehr uns weiter darum zu kümmern. Schließlich war da unser großer Fachverlag, der unsere ganze Aufmerksamkeit erforderte. Als wir 2009 unseren Verlag verkaufen konnten, gab es plötzlich wieder Zeit für neue Ideen.

Viele Jahre schon  hatten wir uns in kleinem Rahmen mit Kinderhilfe in Thailand befasst und so gab es herzliche Beziehungen in ein kleines Dorf im Norden Thailands, wo noch sehr viel Armut zu erkennen war. Im Jahre 2009 konnte meine Familie dem Dorf einen eigenen, neuen Kindergarten spendieren. Es gelang uns mit der Hilfe von thailändischen Freunden einen schönen Kindergarten für etwa 50 Kinder bauen zu lassen und in Betrieb zu nehmen. Es war eine Freude bei jedem Besuch die Kleinen vergnügt in diesem, endlich regenfesten, Kindergarten spielen zu sehen. Zum Glück sind thailändische Kindergärten etwas günstiger zu bauen, als deutsche, bei denen der Brandschutz, die Fluchtwege, der rutschfeste Boden, der Arbeitsschutz und vielleicht noch das Sicherheitsglas in den Fenstern die Baukosten ins Unermessliche hochschrauben können.  „Unser Dorf“ hatte seinen eigenen, schönen Kindergarten. Grund genug für ein tolles Fest.

Ein Gedanke wurde geboren

Immer wieder begegneten mir bei meinen vielen Besuchen in Asien diese Seemandelbäume.

Der Seemandelbaum, Terminalia catappa, ist ein gigantischer tropischer Baum, der vor allem in Südostasien beheimatet ist. Diese herrlichen Baumriesen mit ihren großen Blättern, die bis zu 30 cm lang werden können, beeindrucken immer wieder beim Besuch der langen Traumstrände oder der einsamen Dschungelgebiete in Nordthailand.

Die Blätter haben ein sattes Grün, werden aber im Verlauf des Jahres kräftig rot, dann rotbraun und fallen schließlich braun und getrocknet zu Boden. Jetzt enthalten die trockenen Blätter eine Vielzahl von konzentrierten Wirkstoffen, die in  der überlieferten Naturmedizin in Südostasien, Pakistan und Indien als Heilmittel Verwendung finden.

Den Blättern werden antibiotische, antimykotische, antioxidative, astringierende und entzündungshemmende Wirkungen nachgesagt. Alle diese Wirkungen spielen bei Hautirritationen und Hautkrankheiten eine gewisse Rolle. Wie oft müssen Hautkrankheiten in der traditionellen Humanmedizin mit Cremes und Salben behandelt werden, die Antibiotika, pilztötende Wirkstoffe oder Cortison enthalten, um eine Verbesserung oder Heilung der Krankheit zu erreichen.

Wenn die Inhaltsstoffe des Seemandelbaumes diese Wirkungen besitzen und der einheimischen Bevölkerung bei Durchfall, Magenverstimmung, Zahnfleischentzündung und Hautausschlag helfen, dann sogar den Aquarienfischen mit ihrer empfindlichen Schleimhaut Heilung bringen können, muss sich aus einem Konzentrat doch auch eine Pflegecreme für den Menschen machen lassen.

Und da kam dann  dieser Gedanke daraus eine Creme herzustellen, die geplagten Menschen bei Hautproblemen helfen könnte. Da wir in unserer Familie seit über 40 Jahren bereits einen hartnäckigen Neurodermitis Fall haben, verrannte ich mich richtig in den Gedanken es mit solch einer Pflegecreme zu versuchen. Mehrere Kilogramm solcher Blätter wurden in einem Dorf in Thailand für mich gesammelt und diese mit nach Hause genommen.

Das Problem war die Extraktion. Nur in Wasser aufkochen oder länger in Wasser zu legen, um sie auszulaugen, war keine durchschlagende Idee. Dabei kam zu wenig raus. Alkoholextraktion - auch nichts Perfektes. Also musste eine Profiextraktionsfirma her. Wieder nach Thailand geflogen und drei Taschen voll zermahlener Blätter verpackt. Zermahlen deshalb weil dann nicht soviel Luft herumgefahren werden muss. Drei große Reisetaschen mit zerschnittenen Blättern, die aussehen wie Tabak, oder vielleicht doch mehr wie Haschisch? Das könnte beim Zoll in Deutschland Fragen aufwerfen und Wartezeiten provozieren. Da gilt mein uneingeschränkter Dank den Mitarbeitern des Bayerischen Pflanzenschutzamtes, die mir eine Bescheinigung mitgaben, dass die Einfuhr dieser Blätter uneingeschränkt erlaubt sei.

Mit meinen drei dicken, aufgeblähten Taschen begab ich mich gleich freiwillig zur Zollinspektion am Flughafen und meldete diese Ware an. Bei der Ansicht der ersten Plastikbeutel mit fein geschnittenen Blättern bekam der Zollbeamte schon etwas glasige Augen, zumindest kam mir das so vor. Als ich dann  mein Zertifikat hervorzog, war zum Glück alles gut und ich konnte die kopfschüttelnden Zollbeamten gut begreifen, denn wer ist schon so verrückt und bringt getrocknete Baumblätter aus Thailand mit nach Hause.

Mit dieser Menge konnte ich jetzt zwei Extraktionsversuche machen  lassen. Allerdings waren dies noch Versuche mit Hexanauszug und somit nicht unproblematisch, weil Hexanen auch krebserregende Wirkungen nachgesagt werden. Für meine Creme also nicht so ideal. Da blieb nur die Extraktion mit natürlicher Quellkohlensäure als rettende Möglichkeit übrig.

Teuer aber perfekt

Für die trockenen Blätter des Seemandelbaumes wurde die überaus aufwendige und teure Extraktionsform gewählt. Die Kohlensäureextraktion. Biologisch unbedenklich und absolut umweltschonend. Die natürliche Kohlensäure, die wir aus der Limonade und Mineralwasser als Sprudelblasen kennen, entzieht Extrakte und wird nach der Extraktion zur Wiederverwendung abgesaugt, das ist geradezu ideal, aber leider auch sehr teuer, denn es gelingt nur bei enormen Drücken von über 300 bar in speziellen Extraktionsbehältern.

Bereits im Jahr 2009 haben wir erste Kohlensäure-Extraktionen durchführten lassen, um Kleinmengen hochwertigen Pflanzenextraktes für Versuchszwecke zu erhalten.

Mit diesen Kleinmengen konnten für Tests und Versuche Cremes und Lotionen  (in einer Apotheke) hergestellt werden. Sogar in einer Hautklinik war man bereit einen Testversuch mit Patienten durchzuführen. Alle Tests verliefen sehr positiv und wer eine solche Creme oder Lotion ausprobieren konnte fand Erleichterung und war zufrieden mit der Wirkung. Freunde, Bekannte und Verwandte mussten oder durften sich als Benutzer zur Verfügung stellen. Es war einfach schön festzustellen, dass alle mit den Cremes und Lotionen zufrieden waren und sie sich einig waren, dass die Cremes ihrer Haut gut tun.

2013 meldete ich das Verfahren, mit Kohlensäure einen Extrakt aus diesen Blättern zu gewinnen, zum Patent an. So sollte zumindest ein gewisser Schutz vor Nachahmung gegeben sein, wobei zu sagen ist, dass es sehr schwer ist solche ausgesuchten Blätter aus unbelasteten Dschungelgebieten zu sammeln und nach Deutschland zu exportieren.

Und da kommen wir jetzt zu einem weiteren sehr positiven Nebeneffekt nämlich dem Sammeln dieser Wildpflanzen in den Naturwäldern Nordthailands. Durch meine jahrelangen Besuche und Kontakte nach Thailand ist vor 25 Jahren eine Patenschaft für thailändische Kinder entstanden. In einem kleinen Dorf in Nordthailand wurden von meiner Familie jahrelang Kinder unterstützt und es entstanden richtige Freundschaften. Die armen Reisbauern, die meist als Tagelöhner arbeiten, konnten sich durch das Sammeln von Terminalia Blättern ein Zubrot verdienen. So ist bis heute gewährleistet, dass etwas mehr Wohlstand in diese armen Familien kam. Sicher ist dies nur eine Kleinigkeit, aber oft sind diese kleinen Schritte enorm wichtig.

Die Produktion

Im Jahr 2015 war es dann endlich soweit und wir gründeten eine Firma für die Herstellung von Naturkosmetik. Aus dem Pflanzennamen Terminalia wurde der Firmenname „Minalia“ abgeleitet.

Doch jetzt begannen die eigentlichen Probleme, denn zur Herstellung von Kosmetika mit neuen Pflanzenwirkstoffen sind zahlreiche Labortests vorgelagert. Der Gesetzgeber achtet hier streng auf die Voraussetzung für eine Sicherheitsbewertung. Würde man eine neue Kamillencreme auf den Markt bringen wollen, wäre dies ein Leichtes, denn für Kamillenextrakte gibt es schon alle Untersuchungen und daraus erklären sich oft auch die so günstigen Preise für „Allerweltscremes“.

Terminalia catappa war die große Unbekannte und es gab praktisch keine Unterlagen, um eine Sicherheitsbewertung machen zu lassen. Somit mussten wir den aufwendigen und teuren Weg der völligen Neubewertung gehen. Untersuchungen auf Allergene, Pestizide und eventuell krebserzeugende Inhaltsstoffe waren durchzuführen und wurden alle mit Bravour bestanden. Konservierungsbelastungstest, aber auch die dermatologische Unbedenklichkeit konnten mit sehr guten Ergebnissen belegt werden. So erfüllten wir noch mehr an Tests, als der Gesetzgeber eigentlich verlangte.

Mit Minalia steht jetzt in unserem Shop minalia.de neue, erprobte und vor allem pflegende Naturkosmetik für empfindliche und gereizte Haut zur Verfügung.

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